Neuer Leitfaden

An zwei Terminen trafen sich interessierte Eltern und das Lehrerkollegium, um gemeinsam für die Schule einen neuen Leitfaden zu erarbeiten. Dieser EL-Kreis wird in einigen Monaten erneut zusammenkommen, um eventuelle Veränderungen oder Verbesserungen vorzunehmen. 

Ganz herzlichen Dank an alle Mitwirkenden für die intensive Auseinandersetzung mit diesem Thema und für die harmonische, aber dennoch kritische Zusammenarbeit mit dem Kollegium!


Unser Leitbild

 

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 In vertrauensvoller und familiärer Atmosphäre lernen wir - Schüler, Eltern, Lehrer - voneinander und miteinander.


Unsere Leitgedanken

  • Wir gehen respektvoll und wertschätzend miteinander um.
  • In gegenseitigem Vertrauen sind wir gemeinsam für das Lernen mit Freude und Erfolg verantwortlich.
  • Unser Schulleben fördert eine gesunde Sozial-, Sach- und Selbstkompetenz. 
  • Wir achten die Individualität jedes Einzelnen und nehmen Rücksicht auf die Gemeinschaft.
  • Gemeinsam übernehmen wir Verantwortung, um eine qualitätsvolle Bildung zu fördern.

 


Verantwortlichkeiten

 

Wir Eltern

sorgen dafür, dass unsere Kinder

  •  pünktlich zur Schule kommen
  •  ein gesundes Frühstück dabei haben
  •  eine stets vollständige schulische Ausrüstung besitzen
  •  ausreichend Zeit zur Anfertigung der Hausaufgaben haben.

... übernehmen Verantwortung für die Erziehung und Selbstständigkeit unserer Kinder in allen Bereichen.

... praktizieren eine offene und respektvolle Kommunikation mit der Schule unter Berücksichtigung unterschiedlicher Sichtweisen.

... zeigen Interesse am Lernfortschritt unserer Kinder und nehmen an Elternabenden sowie schulischen Veranstaltungen teil.

... bemühen uns rechtzeitig um Hilfe und Unterstützung bei Schulproblemen und richten uns nach den vorgegebenen Konfliktlösungswegen.

... lassen unsere Kinder alleine das Schulhaus betreten und verlassen und warten gegebenenfalls auf dem Schulhof.  

... besprechen mit unseren Kindern die aufgestellten Regeln und unterstützen die Lehrkräfte bei ihren erzieherischen Maßnahmen, um deren Autorität zu wahren.

... sorgen für eine pünktliche Abgabe von Unterschriften, Bescheinigungen und Entschuldigungen.

 

 Wir Lehrer

... sind uns unserer Vorbildfunktion bewusst. 

... orientieren uns an den Leitlinien des Bildungsplanes.

  • Die Förderung der Sprach- und Lesekompetenz ist uns sehr wichtig.

  • Wir legen Grundlagen für strukturiertes, problemlösendes Denken.

  • Wir fördern die Entwicklung vielfältiger Methodenkompetenz.

... fördern jedes Kind entsprechend seiner Voraussetzungen und Leistungen durch unterschiedliche Angebote.

  • Wir schaffen eine entspannte und vertrauensvolle Lernumgebung.

  • Wir fördern die Motivation der Kinder.

  • Wir vermitteln die Wichtigkeit von Anstrengungsbereitschaft und Durchhaltevermögen.

  • Wir erziehen zu eigenverantwortlichem Lernen.

… unterstützen die Kinder dabei ihren Platz in der Gemeinschaft zu finden.

... arbeiten mit Eltern und außerschulischen Partnern zusammen 

... konzentrieren uns auf Wesentliches.

Unsere schulische Erziehung soll dazu beitragen, dass die Kinder sich im Leben zurechtfinden und ihren Lebensweg erfolgreich meistern.

 


Pädagogische Handlungsfelder zur Regelung des Schulalltags

 

Die Lehrkräfte sind für das Wohl aller Schüler verantwortlich und haben daher  das Recht und die Pflicht, bei auftretenden Problemen einzuschreiten, diese zu bewerten und entsprechende Konsequenzen zu treffen, um einen geregelten Schultag zu gewährleisten.

Durch Anerkennung und Lob versuchen wir das positive Verhalten unserer Schüler zu bestärken und weiter zu fördern.

Wir fördern die Selbstständigkeit der Kinder  beim Lösen von Konflikten mit dem Ziel, ein wachsendes soziales Verantwortungsbewusstsein auszubilden.

 

Folgende Maßnahmen werden der Situation angemessen ergriffen:

  • klärendes Gespräch mit den Kindern

  • Hinweise/Ermahnungen/Aufforderung/kleine Vorwarnungen 

  • Einforderung einer Entschuldigung/Behebung/sinnvollen Wiedergutmachung

  • Einforderung von Aufgaben, die geeignet sind, das Kind sein Fehlverhalten erkennen zu lassen (z.B. schriftliche Nachdenkarbeit, Auszeit von Unterricht und/oder Pause)

  • falls notwendig:  Informationsaustausch zwischen Lehrer/Eltern oder Eltern/Lehrer nach vorheriger Terminvereinbarung (siehe Konfliktlösungsmodel l)

  • In besonderen Fällen erfolgt eine schriftliche Benachrichtigung der Eltern über mögliche Konsequenzen.

  • Bei schwerwiegenderen Vergehen beziehen sich die Lehrer gegebenenfalls auf  § 90 des Schulgesetzes.

Unterschiedliche Erziehungsansichten sind natürlich.

Ein klärendes Gespräch trägt zu gegenseitigem Verständnis bei.

Es sollte zum Wohle des Kindes zu einer einvernehmlichen Lösung führen.

 


Leitfaden zum Konfliktmanagement

 

Das gemeinsame Handeln von Schule und Elternhaus ist im Grundgesetz festgelegt.

Es dient dem Wohl des Kindes, wenn Lehrkräfte, Eltern und evtl. andere an der Erziehung beteiligte Personen sich zu Erziehungspartnerschaften zusammen-schließen.

Eine auf gegenseitigem Vertrauen aufgebaute Partnerschaft unterstützt die ganzheitliche Förderung der Kinder und bildet das Fundament für eine positive schulische und soziale Entwicklung.

Die Zusammenarbeit von Eltern als Experten für ihre Kinder und den Lehrkräften als Experten für das Lernen und die Institution Schule sind daher unabdingbar.

Dennoch kann es immer wieder passieren, dass es zu Konflikten zwischen Eltern und Lehrkräften kommt.

Ein Großteil dieser Konflikte ist im Gespräch lösbar.

Eine Lösung im Gespräch setzt allerdings voraus, dass die Beteiligten daran interessiert und dazu bereit sind, den Konflikt als Chance zur Weiterentwicklung aller zu sehen. Die Gespräche sollten daher konfliktlösend aufgebaut sein.

Ein Leitfaden für alle Schulen ist verbindlich vorgeschrieben und sollte daher von allen Beteiligten eingehalten werden.

 

Leitpunkte

  • Liegt ein Konflikt vor, bewerten Sie sachlich, welchen Schweregrad er hat. Prüfen Sie ehrlich und ruhig, ob sich eine Konfliktaustragung tatsächlich lohnt. Denken Sie auch daran, dass unterschiedliche Sichtweisen und Prioritäten vorliegen können.Eltern sollten berücksichtigen, dass die Schilderungen Ihres Kindes nicht immer objektiv und vollständig sind.
  • Sind Sie zu dem Schluss gekommen, dass ein ernsthaftes Problem vorliegt, suchen Sie auf sachlicher Ebene den direkten Kontakt mit dem Konfliktpartner. Eltern sollten bedenken, dass der Unterrichtsablauf nicht gestört werden sollte à um einen Gesprächstermin bitten (nicht telefonisch klären).
  • Wenn dieser erste Lösungsversuch scheitert, wird die Gesprächsrunde entsprechend dem nachfolgenden Schema erweitert.
  • Erst wenn alle schulinternen Lösungswege nicht zum Erfolg führen, ist die zuständige Schulaufsicht (Staatl. Schulamt Pforzheim) der nächste Adressat.

Konfliktlösungswege

Konflikt

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Erster Schritt:

Betr. Elternteil + betr. Lehrkraft (evtl. + betr. Kind)

Ziel: Gegenseitige Information, Lösungswege finden und schriftlich festlegen

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Zweiter Schritt (falls Schritt 1 gescheitert)

Betr. Elternteil + betr. Lehrkraft + Elternbeirat der Klasse

+ weitere Lehrkraft falls gewünscht (evtl. + betr. Kind)

Ziel: Gegenseitige Information, Schlichtung, Lösungswege finden und schriftlich festlegen

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Dritter Schritt (falls Schritt 2 gescheitert):

Gesprächskreis mit neutralem Moderator

+ betr. Elternteil + betr. Lehrkraft + Elternbeiratsvorsitzender

+ Schulleitung (evtl. + betr. Kind)

Ziel: Gegenseitige Information, Schlichtung, Lösungswege finden und schriftlich festlegen, falls erforderlich: Überprüfung des Lösungserfolges zu einem späteren Zeitpunkt (gemeinsame Bewertung mit allen Teilnehmern des Gesprächskreises)

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Alle Lösungserfolge gescheitert:

Hinzuziehen des Staatl. Schulamtes Pforzheim oder der Schulpsychologischen Beratungsstelle Pforzheim